Le Parkour im Twio-X e.V.
Informationen...zu jung für Parkour?
Seit langer Zeit gibt es Fragen, ob Parkour für Gelenke, Knochen und den Bandapparat schädlich sei. Leider gibt es bis jetzt noch keine konkreten Untersuchungen oder Studien, die dieses Thema untersucht haben. Wir haben uns darüber hinaus gefragt, wie sich Parkour auf noch nicht vollständig entwickelte Körper auswirkt. Natürlich kann man auf solch eine Frage immer antworten, dass es darauf ankommt, was derjenige macht, ob er viele hohe Drops macht oder ob er sich nur in Höhen befindet, die die eigene Körpergröße nicht übertreffen. Ebenfalls spielt die Erfahrung, das Können und natürlich die körperliche Verfassung eine Rolle. Leider gibt es ebenfalls zu diesem Thema keine Untersuchungen, die irgendwelche Aussagen belegen können. Da es für die Ausprägung koordinativer Fähigkeiten jedoch wichtig ist so früh wie möglich anzufangen, sollten auch Kinder nicht zwangsweise auf das Training verzichten. Bei Parkour liegt die Verantwortung für den eigenen Köprer in der Hand jedes einzelnen. Deshalb müssen Kinder wissen, was schädlich und was fördernd sein kann. Da es noch keine Untersuchungen gibt können wir hier an dieser Stelle nur EMPFEHLUNGEN geben. Diese stellen keine Vorschrift dar und können auch falsch sein.Da die Entwicklung jedes Menschen anders verläuft, empfehlen wir generell jedem unter 18 Jahren sich an diesen "Leitfaden" zu halten.
- Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein erfahrener Traceur aufgesucht werden, der einem die Grundtechniken beibringen kann.
- Generell sollten am Anfang jegliche Drops vermieden werden, die eine Höhe von 1 Meter überschreiten. Zu Beginn sollten die Landetechniken sehr viel geübt werden, auch wenn es langweilig werden kann, das ist eine Notwendigkeit, die für die eigene Gesundheit von Vorteil ist.
- Man sollte sich vor einem Drop immer so weit wie möglich nach unten begeben, um so die Fallhöhe und damit die Fallenergie zu mindern. Das bedeuted, sich am besten in den Hang hinab zu lassen. Das muss natürlich auch ersteinmal beherrscht werden, um nicht abzurutschen, was wiederum zeigt, dass Drops und Überwindungen von großen Höhen nicht für Anfänger geeignet sind.
- Weiterhin ist es wichtig auf die Kraftfähigkeiten zu achten. Anfangs sollte viel Krafttraining durchgeführt werden, um die nötige Muskulatur zu trainieren. Älter zu sein bedeuted nicht immer mehr Belastung zu vertragen.
- Weniger ist mehr. Vor allem am Anfang sollte man nicht versuchen, die größtmöglichen Sprünge unter Einbußen der Sauberkeit der Technik zu machen. Lieber nicht bis an die Grenze gehen, dafür aber sauber landen.
- Wenn Probleme mit Gelenken, Bändern oder Knochen auftreten, lieber etwas weniger belasten und den Gang zum Arzt nicht scheuen.
- Viel Balancieren. Das stärkt die Tiefenmuskulatur und verringert somit die Gefahr umzuknicken. Außerdem kann man es zu einer Herausforderung für sich selbst machen, sicher balancieren zu können.
- Wenn man fortgeschritten ist kann man ab und zu auch mal einen höheren Drop machen, um zu wissen wie es sich anfühlt und worauf man achten muss. Jedoch sollten Drops auch bei Fortgeschrittenen SEHR sparsam eingesetzt werden.
- Man sollte sich immer überlegen, ob es wirklich notwendig ist, eine geplante Technik wirklich auszuführen. Man sollte dabei immer das Risiko dem Nutzen gegenüberstellen und abwägen. Manchmal lohnt es sich im Training einfach nicht bestimmte Techniken auszuführen.
Es können durchaus auch jüngere Kinder am Training teilnehmen, jedoch kann nicht garantiert werden, welche Auswirkungen es für den Körper geben kann. Es bleibt dabei, dass jeder für seine Gesundheit selbst verantwortlich ist und darauf achten sollte, wie er mit seinem Köper umgeht.